Mindestlöhne in der Europäischen Union (EU)

Die Europäische Union besteht aus 28 Ländern. Nur in 22 Ländern gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn. In Deutschland gibt es einen gesetzliche Mindestlohn seit dem 1. Januar 2015.

Nur 19 der 28 EU Länder haben den Euro als Währung eingeführt. 9 EU Länder haben den Euro also nicht. Diese 9 EU Länder ohne Euro gliedern sich in 2 Blöcke:
  • 2 EU Länder mit einem Recht auf die Nichtteilnahme am Euro:
    1. Dänemark, 2. Großbritannien
  • 7 EU Länder, die zwar zur EU gehören, aber nicht zum Euro Währungsgebiet:
    1. Bulgarien, 2. Kroatien, 3. Polen, 4. Rumänien, 5. Schweden, 6. Tschechien, 7. Ungarn
Die Mindestlöhne der Nicht-Euro Länder wurden für die folgende Tabelle in Euro umgerechnet.

Mindestlöhne in der Europäische Union EU

1. Luxemburg 11.09 €
 
2. Frankreich 9.61 €
 
3. Niederlande 8.66 €
 
4. Belgien 8.66 €
 
5. Irland 8.65 €
 
6. Deutschland 8.50 €
 
7. Großbritannien 7.96 €
 
8. Slowenien 4.56 €
 
9. Spanien 4.37 €
 
10. Malta 4.16 €
 
11. Griechenland 3.94 €
 
12. Portugal 3.40 €
 
13. Polen 2.36 €
 
14. Estland 2.25 €
 
15. Kroatien 2.28 €
 
16. Slowakei 2.19 €
 
17. Lettland 2.08 €
 
18. Tschechien 1.91 €
 
19. Ungarn 1.92 €
 
20. Litauen 1.73 €
 
21. Rumänien 1.25 €
 
22. Bulgarien 1.06 €
 
23. Dänemark   es gibt keinen Mindestlohn
24. Finnland   es gibt keinen Mindestlohn
25. Italien   es gibt keinen Mindestlohn
26. Österreich   es gibt keinen Mindestlohn
27. Schweden   es gibt keinen Mindestlohn
28. Zypern   es gibt keinen Mindestlohn

Hinweis: Der tatsächliche Mindestlohn kann etwas von der Tabelle
abweichen, da es nicht möglich ist die vielen Regeln jedes einzelnen
Landes zu berücksichtigen.


„Die EU funktioniert nicht“

Wer verstehen will warum die Europäische Union nicht funktioniert, muss nur einen kurzen Blick auf die oben genannte EU Mindestlohn Tabelle werfen. Sie zeigt die großen Unterschiede der Einkommen und damit der Lebens- und Sozialstandards in den jeweiligen Ländern.


Am Beispiel Griechenland sehen wir, zu welchen Verwerfungen das starre Korsett der Einheitswährung Euro geführt hat. Für wirtschaftlich schwache und überschuldete Länder wie Griechenland, das sich mit Bilanzfälschung den EU Beitritt erschlichen hat, gibt es nur 2 Wege aus der Krise: Abwertung oder Transfer-Union

1. Abwertung
Austritt Griechenlands aus dem Euro, der sogenannte Grexit, flankiert von Hilfsgeldern der EU zur Vermeidung humanitären Katastrophen. Ohne Euro kann Griechenland abwerten und damit die mangelnde Leistungsfähigkeit seiner Wirtschaft kompensieren.

oder

2. Transfer-Union
Die EU zur Transfer-Union umbauen, also das Geld der deutschen Steuerzahler an schlecht wirtschaftende EU Länder verschenken. Rechtlich ist das derzeit verboten, denn im AEU Artikel 125, der Teil des EU Maastricht Vertrages ist, ist klar geregelt, dass kein Land für die Schulden eines anderen Landes haftet. Dieses fundamentale Prinzip ist als Nichtbeistands-Klausel bzw. No-Bailout-Klausel bekannt. Der Sinn dieser Klausel ist, dass sich schwache Länder anstrengen müssen ordentlich zu wirtschaften. Ohne diese Klausel könnte zum Beispiel Spanien die Rente mit 40 einführen, und Engländer, Österreicher und Deutsche (um nur einige der EU Nettozahler zu nennen) müssten Spanien dann finanziell unter die Arme greifen. Die Nichtbeistands-Klausel zwingt Länder also zur disziplinierten Haushaltsführung.


Die Politik in der Zwickmühle

  • Der Grexit wäre sowohl die beste Lösung für die Menschen in Griechenland als auch für die Geberländer. Aus Gründen ideologischer Verblendung und geostrategischer Interessen, auch die der USA, findet sich derzeit aber (noch) keine politische Mehrheit für den Austritt Griechenlands aus der Euro Zone. Dass ein Leben ohne Euro gut möglich ist beweist die Tatsache, dass 9 der 28 EU Länder den Euro gar nicht eingeführt haben (die Aufzählung der 9 EU Länder ohne Euro finden Sie ganz oben).
  • Griechenland einfach die Schulden ganz oder teilweise zu erlassen, also einen Schuldenschnitt bzw. Haircut zu machen, geht nicht wegen der Nichtbeistands-Klausel im EU Maastricht Vertrag (praktisch werden EU Verträge aber bereits mit den Rettungspaketen gebrochen). Die Wähler würden die Regierung auch abstrafen, denn ein Schuldenschnitt muss vom Steuerzahler bezahlt werden.
  • Griechenland ist derart überschuldet, dass es seine Verbindlichkeiten nicht zurückzahlen wird. Die Zeche werden auch die Menschen in Deutschland bezahlen, denen das nur noch nicht klar ist. So wie sie nicht wissen, dass sie schon jetzt für einen unterbewerteten deutschen Euro mit 25% Kaufkraftverlust bezahlen.

Seit Jahren wird ein gigantisches Rettungspaket nach dem anderen für Griechenland geschnürt, aktuell Paket Nummer 3, und mit jedem Rettungspaket geht es den Menschen schlechter und Griechenlands Schulden steigen.